Gemeindedaten


Bezirk: Amstetten
Gerichtsbezirk:
Katastralgemeinden: Oed Markt, Öhling
Fläche: 10,62 km2
Einwohner: 1.674
Höhe: 309 m
Vorwahl: 07478, 07475, 07476
Postleitzahl: 3312, 3362, 3361
Koordinaten: 48° 6? N, 14° 48? O
Gemeindekennziffer: 3 05 22
Amtliche Adresse:

Über Oed-Öhling


Oed-Öhling ist eine kleine aber feine Marktgemeinde mit rund 1.700 Einwohnern.
Die Siedlungsmöglichkeit mitten im Grünen mit dennoch guter Verkehrsanbindung an die Westautobahn, Westbahn und der Nähe zur Bezirkshauptstadt Amstetten als Schul- und Einkaufsstadt machen Oed-Öhling zu einer beliebten Wohngemeinde.
Der hohen Lebens- und Wohnqualität wird große Bedeutung zugemessen. Die rege Bautätigkeit und die zahlreichen Neuansiedlungen bestätigen dieses.[1]

Geschichte


Die Marktgemeinde Oed-Öhling entstand 1972 durch die Zusammenlegung des Marktes Oed und der Gemeinde Öhling. Die 1.062 Hektar große Marktgemeinde liegt inmitten eines besonders reizvollen und von eindrucksvollen Vierkanthöfen und schönen Obstbaumreihen geprägten Teiles des Mostviertler Hügellandes.
Die beiden Ortschaften Oed und Öhling sind uraltes Siedlungsgebiet; gemeinsam wurden sie urkundlich schon im Jahr 1140 erwähnt. 1318 wurde Oed schon als Markt bezeichnet und war damals bereits Standort eines Marktgerichtes.
Nach Gründung der Pfarre im Jahre 1716 wurde an Stelle einer kleinen Kapelle um 1760 die heutige, sehenswerte spätbarocke Pfarrkirche errichtet.
Öhling wurde als „Ellingin“ erstmals um 1100 erwähnt und ist aus der Zivilsiedlung des zum Teil im Gemeindegebiet gelegenen Römerlagers „Elegio“ hervorgegangen. Ein im Mittelalter öfters erwähntes Schloss, das sich im heutigen Pfarrgarten befunden haben dürfte, ist nicht mehr feststellbar. Die Pfarrgründung erfolgte 1784, ein damals vorhandener gotischer Kapellenbau ist noch erkennbar.
Heute umfasst die Marktgemeinde Oed-Öhling 1.689 Einwohner. Die Gemeinde besitzt auf Grund ihrer besonderen Lage zwei Gemeindeämter, zwei Volksschulen und zwei Kindergärten. Sie ist vorwiegend landwirtschaftlich strukturiert, aber auch als beliebter Wohnstandort für den Nahraum Amstetten von Bedeutung.[2]

Sehenswürdigkeiten


Pfarrkirche Oed


Die Pfarrgründung in Oed erfolgte bereits 1716.
An Stelle der ursprünglichen kleinen Kapelle wurde 1759 mit dem Bau der heutigen spätbarocken Pfarrkirche begonnen. Sie geht auf ein Gelübde des Feldmarschalls Leopold Graf Daun zurück und ist dem Hl. Petrus geweiht. Die Kirche wurde im Rokokostil von Baumeister Ulrich Trientl geplant. Man erzählt, dass für Oed nur eine kleine Kirche vorgesehen war und die Pläne vertauscht worden sind. So gelangte ein für Ungarn vorgesehenes Projekt in einem für das Mostviertel untypischen Baustil zur Ausführung. Als Gestalter des Hochaltarbildes kommt Bartolomeo Altomonte in Betracht. Die Statuen des Hl. Leopold und Josef an der Altarwand wurden von Jakob Schletterer gestaltet. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1888.

Pfarrkirche Öhling


Die Pfarrgründung erfolgte 1784 als Lokalkaplanei des Stiftes Seitenstetten.
Die heutige Pfarrkirche wurde 1830 auf den Ruinen einer 1816 abgebrannten den Hl. Wolfgang geweihten Kapelle errichtet. Der heutige Altarraum ist Teil dieser älteren Kirche. Der Altar selbst ist spätbarock. An der nördlichen Außenmauer des Langhauses befindet sich ein altes spätgotisches Portal. Der Einbau der Orgel vom bürgerlichen Orgelbauer Joseph Gatto aus St.Pölten erfolgte in den Jahren 1832 - 1834. Der heutige Turm wurde erst 1914 errichtet.

Öhlinger Pestsäule


Die „Pestsäule“ befindet sich genau auf dem alten Wiener Wallfahrerweg, der die Donau aufwärts, über Ardagger in Richtung Sonntagberg führte. Es handelt sich um eine barocke Vierkantsäule, auf deren Deckplatte sich die Statue der Heiligsten Dreifaltigkeit befindet. Der Sage nach soll sie 1713 von Wiener Fuhrleuten an der Stelle, wo das letzte mal die Wallfahrtskirche Sonntagberg in der Ferne zu erkennen ist, als Dank für die Errettung von der Pest gestiftet worden sein. Nach neuen kunsthistorischen Datierungsaspekten ist sie jedoch vor dieser Zeit einzuordnen, so dass es sich eigentlich um eine Pilgersäule und keine Pestsäule handelt.

Sammlung von römischen Münzen


Die Marktgemeinde Oed-Öhling entstand 1972 durch die Zusammenlegung des Marktes Oed und der Gemeinde Öhling und erstreckt sich auf 1.062 Hektar. Es ist ein uraltes Siedlungsgebiet. Öhling ist aus der Zivilsiedlung des Römerlagers „Elegio“ hervorgegangen und Funde lassen vermuten, dass auch Oed an einer alten Römerstraße lag. Von der frühen Besiedlung Öhlings in römischer Zeit zeugt eine umfassende Sammlung von römischen Münzen, gebrannter Keramik, Bronzefibeln und eine Tonstatuette, die in der Volksschule Öhling zu besichtigen ist. [3]

Flurdenkmäler in Oed-Öhling




Einzelnachweise
[1] http://www.oed-oehling.at/content.php?pageId=4766, 2.08.2011, 11:14 Uhr
[2] http://www.oed-oehling.at/content.php?pageId=4814, 2.08.2011, 11:16 Uhr
[3] http://www.oed-oehling.at/content.php?pageId=4825, 2.08.2011, 11:21 Uhr